Ich trinke auf gute Freunde, verlorene Liebe, auf alte Götter und neue Ziele
 
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Meine Gedichte

 

Für immer (für Balou)
 
Mein Engel ist fort-
Weit weg von hier
Mir ist als könnt ich dich im wind hör‘n
Und deine Berührung noch immer spür‘n
Doch mein Engel ist fort
Nicht mehr bei mir
Und doch weiss ich genau
Dass du da sein wirst
An diesem tag
An dem lang ersehnten tag
Wo wir uns wiedersehn
Manchmal träume ich
Von dir
Und dann ist mir
Als wär er schon da
Dieser eine Tag
Ich bin dir so nah
In meinen Gedanken
Bist du bei mir-
für immer
 
Jenny S. 26. Juni 2008
 
 
 



Sternentränen

Im Nachthimmel fallen Sternentränen
in unsere glücklos stumpfen Augen
die unser jähes Ende wähnen
gegenseitig Kraft aussaugen
und unsrer Liebe Feuer schüren
das in unsren Seelen glimmt
mein kaltes Herz mit Schmerz berührt
das uns unsere Träume nimmt
Sie in der eisigen Nacht gefriert
die in meiner Seele lebt
und nun auch mein Herz regiert
mein Ich zu kontrollieren strebt
das fern von deiner Leidenschaft
der Verzweiflung ödes Antlitz liebt
und ohne deine Lebenskraft
keinen Freudenfunken gibt.

In unsere Augen fallen Sternentränen
rollen uns ins Gesicht
damit wir unser Ende wähnen
denn unsere Schmerzen heilt man nicht.

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 Ein Feuer

Ein Feuer, das auf Nahrung lauert,
den Wunsch sich zu entzünden.
Geduldig ist es, still und wartet
ein Lüftchen muss es finden.

Für den Moment der Explosion
zerstörerisch es wütet,
sich doch sogleich von selbst erstickt.
Sich.. s Dasein flux verbietet.

So geht.. s mir ähnlich mit Gefühl,
dass - kaum ist es geboren,
verschwinden muss. Es darf nicht sein,
sonst flög.. s wem um die Ohren.

Es weiß, es lebt den Augenblick;
zerstört drum in Sekunden.
All das, was es zu packen kriegt,
bis es gar selbst verschwunden.

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Scherbenwelt

heut ist meine Welt zersprungen
in tausend Scherben liegt sie da
habe lang mit ihr gerungen
wollte dass es heut geschah

halt die Splitter in der Hand
schneid meine Hände daran auf
kleb sie hier an diese Wand
verfolge stumm den Lebenslauf

mein Leben vor mir aufgereiht
kann alles noch mal sehen
hör wie meine Seele schreit
bleib an der Klagemauer stehen

seh alten Schmerz im Tageslicht
Feuer unter meiner Haut
Tränen netzen mein Gesicht...
...hab eine neue Welt gebaut?

 


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Traumfänger

Schon oft bin ich in finstrer Nacht
Aus einem schönen Traum erwacht
Wo geht er hin, was macht er dann,
Wenn ich nicht weiter träumen kann?

Verliert er sich weit fort von hier?
Verkriecht er sich ganz tief in mir?
Breitet er seine Schwingen aus,
und fliegt davon, in Saus und Braus?

Wohin verschwinden alle Träume
Deren Ende ich versäume?
Wenn mich tiefe Unruhe meist
Plötzlich aus dem Schlafe reißt

Verloren sind sie allesamt,
Verloren, was aus meinem Geiste stammt
Wie gerne hörte ich dich sagen
Komm, lass uns deine Träume jagen

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Marionette

Was tu ich bloß mit all den Seilen,
die mich hemmungslos zerteilen,

die auf allen meinen Wegen
die Entscheidung vorverlegen,

mich mal binden, mal befreien,
zwingen, mich brav einzureihen,

aus der Reihe tanzen lassen
Fremde bei den Händen fassen,

gegen meine Freunde hetzen
und mich doch nur selbst verletzen?

Könnte ich mein Leben wenden,
schnitt ich sie nun glatt entzwei?
Nein, das wäre einerlei.

Die Schnur liegt fest in meinen Händen.
Ich bin es selber, der mich lenkt,
mich an die tausend Fäden hängt,

mich zwingt ein anderer zu sein.
Ich muß mich von mir selbst befreien,

mich so sein lassen, wie ich bin.
Dann machen diese Seile Sinn.

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 Mein Dezember


Dies ist mein Dezember
Der erste Monat meiner Jahreszeit
Er folgt dem November
Mit seiner Kälte und Dunkelheit

Der Herbst hat Abschied genommen
Der Winter ist gekommen
In seiner weißen Pracht
Kurz wird der Tag – lang die Nacht

Es ist mein Dezember
Mein kaltes Zuhause
Die Ruhe in mir drin
Schneestürme draußen

Das ist mein Dezember
Meine schneebedeckten Bäume
Mein eigene Vorstellung
Mein Leben, meine Träume

Mein Dezember
Das ist alles, was ich brauche
Trauer und Sorge mich verlässt
Und Kälte meinen Schmerz gefrieren lässt.

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Im Regen


Himmelstränen
auf meinem Körper
rollen ins Gesicht
und verwaschen die Maske

Wortlos fliehen Menschen
Rauschen und Einsamkeit
Stillstand der Gedanken
und keine Sorgen mehr

Der Weltentakt stagniert
Herzschlag in Zeitlupe
Freiheit wird grenzenlos
im Regen...

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Was machst du?

Wenn du weinst
Doch deine Tränen längst versiegt sind?

Wenn du rennst
Doch deine Beine noch immer gebrochen sind?

Wenn du liebst
Doch dein Herz in tausend Scherben liegt?

Wenn du denkst
Doch dein Kopf nur voll mit Wahnsinn ist?

Dann
nimm ein Messer,
schlitz dich auf!
Blute!

Oder
Mach deine Augen auf
Und sieh
Du wirst geliebt…

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Der Fall

Hätte ich die Wahl
zwischen dem Tod
oder dem ewigen Fall
würde ich den Tod wählen

denn würde ich ewig fallen
wäre ich gezwungen
über den Aufprall nachzudenken

und Denken
war noch nie meine Stärke

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Unter deiner Hand

 Leise stöhnend
überhöre ich deine Aufforderung,
weil ich gegen den Ton rebelliere,
der keinen Widerspruch zu dulden scheint
und meinen Stolz ohrfeigt.

Du hältst inne
und ich verzehre mich nach deiner Bewegung.
Vergehe vor Verlangen dich zu spüren.
Dein Atem brennt heiß auf meinem Nacken.

Bin bereit,
im Feuer des Betruges zu verbrennen,
deiner meiner Leidenschaft und Gier.

Mein ganzes Sein
befindet sich in meinem Schoß,
wo du noch immer regungslos verweilst.
Fordernd ergreife ich die Initiative
doch du entziehst dich mir
und grausame Leere erfüllt mich.

Erneut höre ich deine Worte,
warm und scharf wie des Messers Schneide
und deine Hand greift mit Nachdruck
in mein Haar.

Und ich höre mich Worte flüstern,
die auf meiner Zunge zur Wahrheit
werden,
und die ich immer lauter wiederhole
während du mich rhythmisch, führend
zu einem Ort,
tief in mir drinnen bringst
von dem ich nur in meinen Träumen ahnte,
dass er existiert.

Noch immer atemlos und zitternd
liege ich in deinen Armen und frage mich
warum ich mich nie freier fühlte
als grade eben
unter Deiner Hand.

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Honig

 Verschlafen in den Morgen blinzeln
Die Sonne auf der Haut
Einfach quer im Bette liegen
Platz für Zwei
Und ich allein
Dahin der letzte Traum
Er bröselt
Welch Wonne
Welch Erleben
So könnt ich nun
Wieder mal
Ich möcht mich selber lieben
Augen zu
Und mitten rein
In prickelndes Vergnügen
Ohne abzugeben
Teilen müssen
Ohne dieses lieben
Sofort und jetzt
Für mich allein
Honig
Süßer Saft
Freude, Lust
Und meine Nähe
Mir dieses O verschafft
Bebend, zitternd
Und verschwitzt
Der süße Honig fließt
Ein leiser Aufschrei
Mir entrinnt
Der Höhepunkt erreicht
Der Tag beginnt
Ich freu mich schon
Wann wird es wieder Morgen?

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Die Flut

Es stand ein junges Mädchen
stumm an des Meeres Strand
stumm warn auch ihre Tränen
verflossen mit dem Sand.
Fest standen ihre Füße
umspült von kalter Flut
umspült warn auch die Augen
von halb erloschner Glut.
Am Horizont weit draußen
tat sich der Himmel auf
des Mädchens Beine schwanden
im nassen Zeitenlauf.
Aus den Wolken trat
der Mond so leuchtend klar
des Mädchen sah den Liebsten
so fern und doch so nah.
Der Mund begann zu zittern
die Augen wurden groß
die Flut erfasste leise
des Mädchens lieblich Schoß.
Der Atem wurde schneller
in der Brust zerschlug das Herz
das Mädchen war erfüllt
von sehnsüchtigem Schmerz.
da wurd das Bild des Liebstem
mit einem mal zu Licht
der Tode stand dem Mädchen
mit Schrecken im Gesicht.
Die Flut umfloss den Körper
das zarte Fleisch wurd schwach
mit einem letzten Schluchzer
gab sie dem Wasser nach.
Der Mund war halb geöffnet
für einen letzten Schrei
so nahm das Meer sich ihrer an
und die Liebenden sind frei.

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 Danke

Danke
Danke, dass du nicht da warst,
als ich dich so sehr brauchte.
Danke, dass du gelacht hast,
als ich weinte.
Danke, dass du mich getreten hast,
als ich am Boden lag.
Danke, dass du mir nie zugehört hast,
als ich reden wollte.
Danke, dass du mich geschlagen hast,
als ich Liebe brauchte.

Danke, dass du nix getan hast,
als ich gesprungen bin.

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Die letzte Träne

Wenn dort ganz tief drinnen
Etwas hell und friedlich klingt-
Wie der aufgehende Mond
Wie die leuchtenden Sterne

Wenn es warm wird
Der Atem ganz ruhig fließt
Und wenn die Hand
Nach der deinen tastet

Wenn die letzte Träne
Auf dein Lächeln trifft
Und du spürst
Es ist Zeit

Und ein letztes Beben
Voller Erinnerungen
Und Träume
Dein Herz durchzieht

Dann...

Schließ die Augen
Denk an mich
Und lass dich in diese Arme fallen
Die dich dorthin tragen
Wo du Frieden finden wirst.


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Verlorene Zeit

Eine Kerze herabbrennen sehen

Bis sie von selber auslöscht

Bis im teigigen Wachsfuß Ihr Dorn erstarrt.

Eine Rose einschrumpfen sehen

Braunblättrig beperlt

Vom kalten Schweiß November.

Und die junge Krebskranke die,

eben noch blühte ,

hängt jetzt wie ein Vogelskelett in den Armen des Liebsten .

Die Stunden zerinnen ,

der Abschied naht .

Die Zeit des loslassen kommt gewiß,

und doch hat sie das lachen gewahrt !

Schwarzer Kalender ,

O wieviel Zeit vertan

Frühlinge übergangen

Knospen gering geschätzt

Zuviel kostbare Zeit vertan !!!!

 
   
 
  Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius "null" und das nennen sie dann ihren Standpunkt!  
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huhuhu