Im Nachthimmel fallen Sternentränen
in unsere glücklos stumpfen Augen
die unser jähes Ende wähnen
gegenseitig Kraft aussaugen
und unsrer Liebe Feuer schüren
das in unsren Seelen glimmt
mein kaltes Herz mit Schmerz berührt
das uns unsere Träume nimmt
Sie in der eisigen Nacht gefriert
die in meiner Seele lebt
und nun auch mein Herz regiert
mein Ich zu kontrollieren strebt
das fern von deiner Leidenschaft
der Verzweiflung ödes Antlitz liebt
und ohne deine Lebenskraft
keinen Freudenfunken gibt.
In unsere Augen fallen Sternentränen
rollen uns ins Gesicht
damit wir unser Ende wähnen
denn unsere Schmerzen heilt man nicht.
Leise stöhnend
überhöre ich deine Aufforderung,
weil ich gegen den Ton rebelliere,
der keinen Widerspruch zu dulden scheint
und meinen Stolz ohrfeigt.
Du hältst inne
und ich verzehre mich nach deiner Bewegung.
Vergehe vor Verlangen dich zu spüren.
Dein Atem brennt heiß auf meinem Nacken.
Bin bereit,
im Feuer des Betruges zu verbrennen,
deiner meiner Leidenschaft und Gier.
Mein ganzes Sein
befindet sich in meinem Schoß,
wo du noch immer regungslos verweilst.
Fordernd ergreife ich die Initiative
doch du entziehst dich mir
und grausame Leere erfüllt mich.
Erneut höre ich deine Worte,
warm und scharf wie des Messers Schneide
und deine Hand greift mit Nachdruck
in mein Haar.
Und ich höre mich Worte flüstern,
die auf meiner Zunge zur Wahrheit
werden,
und die ich immer lauter wiederhole
während du mich rhythmisch, führend
zu einem Ort,
tief in mir drinnen bringst
von dem ich nur in meinen Träumen ahnte,
dass er existiert.
Noch immer atemlos und zitternd
liege ich in deinen Armen und frage mich
warum ich mich nie freier fühlte
als grade eben
unter Deiner Hand.
Verschlafen in den Morgen blinzeln
Die Sonne auf der Haut
Einfach quer im Bette liegen
Platz für Zwei
Und ich allein
Dahin der letzte Traum
Er bröselt
Welch Wonne
Welch Erleben
So könnt ich nun
Wieder mal
Ich möcht mich selber lieben
Augen zu
Und mitten rein
In prickelndes Vergnügen
Ohne abzugeben
Teilen müssen
Ohne dieses lieben
Sofort und jetzt
Für mich allein
Honig
Süßer Saft
Freude, Lust
Und meine Nähe
Mir dieses O verschafft
Bebend, zitternd
Und verschwitzt
Der süße Honig fließt
Ein leiser Aufschrei
Mir entrinnt
Der Höhepunkt erreicht
Der Tag beginnt
Ich freu mich schon
Wann wird es wieder Morgen?
-------------------------------------------------------------------------------
Die Flut
Es stand ein junges Mädchen
stumm an des Meeres Strand
stumm warn auch ihre Tränen
verflossen mit dem Sand.
Fest standen ihre Füße
umspült von kalter Flut
umspült warn auch die Augen
von halb erloschner Glut.
Am Horizont weit draußen
tat sich der Himmel auf
des Mädchens Beine schwanden
im nassen Zeitenlauf.
Aus den Wolken trat
der Mond so leuchtend klar
des Mädchen sah den Liebsten
so fern und doch so nah.
Der Mund begann zu zittern
die Augen wurden groß
die Flut erfasste leise
des Mädchens lieblich Schoß.
Der Atem wurde schneller
in der Brust zerschlug das Herz
das Mädchen war erfüllt
von sehnsüchtigem Schmerz.
da wurd das Bild des Liebstem
mit einem mal zu Licht
der Tode stand dem Mädchen
mit Schrecken im Gesicht.
Die Flut umfloss den Körper
das zarte Fleisch wurd schwach
mit einem letzten Schluchzer
gab sie dem Wasser nach.
Der Mund war halb geöffnet
für einen letzten Schrei
so nahm das Meer sich ihrer an
und die Liebenden sind frei.
Danke
Danke, dass du nicht da warst,
als ich dich so sehr brauchte.
Danke, dass du gelacht hast,
als ich weinte.
Danke, dass du mich getreten hast,
als ich am Boden lag.
Danke, dass du mir nie zugehört hast,
als ich reden wollte.
Danke, dass du mich geschlagen hast,
als ich Liebe brauchte.
Danke, dass du nix getan hast,
als ich gesprungen bin.