Die Kornnatter gehört zu den "Anfängerschlangen" in der Welt der Terraristik. Sie ist eine ungiftige Natter aus Nordamerika. Mit einer Körperlänge von 120- 150 cm gehört sie zu den mittelgrossen Nattern.
Als dämmerungs- und nachtaktiver Lauerjäger ernährt sie sich von kleinen Säugern, Amphibien und Vögeln.
Das Gewicht einer ausgewachsenen Kornnatter kann abhängig von Jahreszeit und Ernährungszustand erheblich schwanken und reicht von 200 g bei jungen, geschlechtsreifen Tieren bis zu über 800 g bei sehr großen und gut genährten Exemplaren. Weibliche Tiere erreichen im Regelfall eine größere Körperlänge als Männchen, die Geschlechtsunterscheidung anhand äusserer Merkmale ist nur schwer möglich.
Der Körperbau der Kornnatter ist im Allgemeinen schlank, der Kopf ist nur leicht abgesetzt.
Die Kiefer sind mit einer Reihe kleiner, nach hinten gerichteter Zähne besetzt, welche bei Verlust nachgebildet werden.
In Färbung und Zeichnung ist die Kornnatter durch ihr großes Verbreitungsgebiet sehr variabel, die Grundfarbe reicht von einem matten Grau bis zu einem starken Braun-Orange.
Die Kornnatter bewohnt die unterschiedlichsten Lebensräume. So reicht ihr Lebensraum von Habitaten auf Seehöhe bis hinauf in höhere Lagen von über 750 m. In den unterschiedlichen Zonen ihres Verbreitungsgebietes bewohnt die Kornnatter sowohl sommerfeuchte Laub- und Nadelwälder, Busch- und Graslandareale als auch Feuchtgebiete, als Kulturfolger ist sie darüber hinaus häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden.
Den Großteil ihres Lebens verbringt die Kornnatter verborgen unter Laubstreu, Rindenmulch, Felsen sowie in hohlen Baumstämmen und Höhlen. Kornnattern sind ausgesprochen gute Kletterer und sind somit auch in Bäumen anzutreffen, wo sie Vögel erbeuten oder deren Nester plündern – Wasser wird, obwohl die Tiere gute Schwimmer sind, weitestgehend gemieden. Auf Bedrohung reagieren Kornnattern zumeist mit Flucht, nur selten kann das typische Abwehrverhalten beobachtet werden – dabei richtet die Schlange ihr vorderes Körperdrittel in einer für viele Schlangenarten typischen S-Haltung auf und schnellt daraus bei anhaltender Bedrohung blitzschnell vor, um Abwehrbisse auszuführen. Besonders bei jungen Kornnattern kann in Stresssituationen auch ein deutliches Vibrieren mit der Schwanzspitze beobachtet werden, welches vermutlich dazu dient, in trockenem Laub ein einschüchterndes, rasselndes Geräusch zu erzeugen. In großen Teilen des Verbreitungsgebietes begeben sich Kornnattern in der kühleren Jahreszeit in eine mehr oder weniger ausgedehnte Winterruhe. Zu diesem Zweck versammeln sich oft hunderte Exemplare an geeigneten Stellen um gemeinsam zu überwintern. Diese Ruheperiode dauert je nach lokalem Klima bis zu 4 Monate, in denen die Tiere weder Nahrung noch Wasser zu sich nehmen.

Kornnatterbaby der Farbvariante "Snow" aus meinem ersten Gelege 2006 wenige Minuten nach dem Schlupf

und die Mama

meine Präriekornnatter